Ghee – einfach selbst gemacht
„Ein einfaches Ritual, das goldene Wärme in deine Küche bringt.“
Ghee herzustellen ist einfacher, als viele denken. Du brauchst nur gute Butter, etwas Geduld – und vielleicht eine Tasse Tee für die Wartezeit.
Zutaten
500 g Bio-Süssrahmbutter – am besten aus Weidehaltung
Warum Süssrahmbutter? In der Schweiz ist sie der Standard – und ideal für Ghee. Sauerrahmbutter enthält Milchsäurebakterien, die den Geschmack leicht säuerlich machen können.
Zubereitung
1. Butter schmelzen Gib die Butter in einen kleinen Topf mit schwerem Boden. Lass sie bei mittlerer Hitze langsam schmelzen – ohne Deckel.
2. Köcheln lassen Sobald die Butter geschmolzen ist, beginnt sie zu blubbern. Jetzt heisst es: Geduld. Lass sie bei niedriger Hitze weiterköcheln – etwa 20–30 Minuten.
3. Abschöpfen & beobachten Auf der Oberfläche bildet sich ein weisser Schaum – das sind Milcheiweisse. Du kannst sie vorsichtig mit einem Löffel abschöpfen. Am Boden setzt sich ein goldbrauner Satz ab – das ist normal und ein gutes Zeichen. Zeit für deine Tasse Tee.
4. Den goldenen Moment abpassen Wenn die Butter klar ist, golden leuchtet und nussig duftet, ist dein Ghee fertig. Es sollte nicht mehr blubbern und keine sichtbaren Partikel mehr enthalten.
5. Abseihen & abfüllen Giesse das Ghee durch ein feines Sieb in ein sauberes Glas – dabei den goldbraunen Bodensatz im Topf lassen.
→ Ein normales Metallsieb ist zu grobmaschig. Am besten verwendest du ein feines Teesieb, einen Kaffeefilter aus Papier oder ein Mulltuch – vorher nass machen, gut auswringen und nach dem Abseihen heiss auswaschen. So bleibt dein Ghee klar und frei von Rückständen.
6. Abkühlen lassen Lass dein Ghee bei Raumtemperatur vollständig abkühlen und fest werden. Erst dann den Deckel aufsetzen – so vermeidest du Kondenswasser im Glas.
Lagerung
Ghee muss nicht in den Kühlschrank. Bewahre es dunkel, trocken und bei Zimmertemperatur auf. Richtig gelagert ist es monatelang haltbar – oft sogar jahrelang – und bleibt dabei streichzart und aromatisch.
Mehr über Wirkung, Bedeutung und ayurvedische Anwendung von Ghee liest du im Artikel hier. →